25.02.2005

KABEL-KRIEG

Apple kehrt FireWire den Rücken

Mit der neuesten Generation des Musik-Players iPod scheint Apple sich von FireWire zu verabschieden.

Apple hatte die IEEE1394-Schnittstelle ursprünglich als Nachfolger für SCSI entwickelt und zählte bisher zu den stärksten Verfechtern seiner Technologie.

Zwar wird FireWire weiterhin unterstützt, doch die neuesten iPods werden ohne FireWire-, aber mit USB-2.0-Kabel ausgeliefert - eine herbe Abkehr von der bisherigen Strategie mit der Apple sich nicht nur ein paar Dollar spart, sondern auch zugibt, dass USB der dominantere Standard ist.

Mit der Richtungsänderung geht Apple einen Schritt auf die Windows-Welt zu, da immer mehr Umsatz mit Nutzern des Microsoft-Betriebssystems gemacht wird.

"Keine Glaubensfrage"

Die Mehrheit der Mac-Besitzer ist entrüstet über die neuen Sparmaßnahmen und erinnert daran, dass vor ein, zwei Jahren die meisten Apple-Rechner noch über keine USB 2.0 Schnittstelle verfügten.

Als der iPod im Jahr 2001 erstmals auf den Markt kam, fehlte dem Gerät die USB-Schnittstelle und auch die zweiten Generation wurde nur mit FireWire ausgestattet.

Erst im Jahr 2003 kamen die ersten iPods mit USB 2.0 in den Handel. Zu dieser Zeit war es aber das USB-Kabel, das nicht beigelegt wurde, und für 19 Dollar separat erworben werden musste.

"Wir waren schon immer Befürworter beider Technologien," so Greg Joswiak, Vizepräsident des iPod-Marketing. "Wir versuchen das zu keiner Glaubensfrage zu machen."