Computergehäuse unter Strom gesetzt
Ein 39-jähriger Deutscher, der eigentlich wegen Internet-Betrugs im Visier der Polizei war, wurde nun wegen Mordversuchs angeklagt. Der Beschuldigte wollte seinen Computer mit einer tödlichen "Diebstahlsicherung" vor der Polizei schützen.
Bei einer Vernehmung bezüglich des Internet-Betrugs erzählte der Mann von zwei Rechnern, die als Tatwerkzeug in Frage kamen.
Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes aus dem rheinland-pfälzischen Bad Breisig wurden die Computer sichergestellt und zur Dienststelle gebracht.
Als die Polizei diese näher untersuchte, stellte sie fest, dass ein Gerät technisch manipuliert wurde. Und war so, dass beim Einschieben des Netzsteckers in die Steckdose das gesamte Computergehäuse unter Strom gesetzt wird.
Nach einem inzwischen vorliegenden technischen Gutachten hätte diese Spannung ausgereicht, um einen Menschen zu töten.
Es besteht nun der Verdacht, dass der Beschuldigte mit seinem Hinweis auf die Computer billigend in Kauf nahm, dass bei der Durchsuchung einer der eingesetzten Polizisten ums Leben kommen könnte.
Die zuständige Staatsanwaltschaft Koblenz
