"Faltbares Auto" gegen Parkplatznot
Das am Massachusetts Institute of Technology [MIT] entwickelte "City Car" soll bei der Bewältigung von Verkehrsproblemen in Großstädten helfen.
Das Elektroauto, das etwas kleiner ist als ein Smart und über zwei Sitzplätze verfügt, lässt sich auf Knopfdruck auf rund ein Achtel der Größe eines durchschnittlichen Autos "zusammenfalten".
Solcherart komprimiert können mehrere batteriebetriebene "City Cars", ähnlich wie etwa Einkaufswagen im Supermarkt, an speziell dafür vorgesehenen Stellplätzen platzsparend ineinandergeschoben und deponiert werden.
Nach den Plänen der Entwickler vom MIT Media Lab sollen die Elektroautos von den Stellplätzen, wo die Batterien auch aufgeladen werden, gemietet werden können und für Wege durch die Stadt zum Einsatz kommen. Positioniert werden sollen die Stellplätze in der Nähe von U-Bahn- und Busstationen.
"Neue Möglichkeiten urbaner Mobilität"
Mit dem "City Car" habe das Forscherteam urbane Mobilität neu erfunden, sagte Projektdirektor und MIT-Architekturprofessor William Mitchell.
Die Elektroautos sollen den öffentlichen Verkehr mit individueller Mobilität verbinden und neue, nachhaltige und effektive Möglichkeiten urbaner Mobilität aufzeigen.
"Computer auf Rädern"
Angetrieben wird das "City Car" von vier Elektromotoren, die sich in den Rädern des Vehikels befinden. In den Rädern sind auch computergesteuerte Lenk- und Bremsmechanismen sowie die Federung eingebaut.
Das "City Car" sei ein "mobiler Computer", sagte der Designer Franco Vairani. Nutzer des Autos können die Einstellungen des Vehikels über eine zentrale Software-Steuerung im Inneren der Fahrerkabine individuell anpassen. Gesteuert wird das Elektroauto über einen Joystick.
Serienreife in drei bis vier Jahren
Ein Miniaturmodell des "City Cars", dessen Entwicklung vom US-Automobilkonzern General Motors unterstützt wird, ist bereits verfügbar. Mit dem Bau eines Prototypen soll nach Angaben von Mitchell noch im Frühjahr begonnen werden.
Bis das faltbare Elektroauto serienreif ist, wird es noch einige Zeit dauern. Die Serienreife sollte laut Mitchell in drei bis vier Jahren erreicht sein.
Der japanische Fahrzeugbauer Nissan will das Einparken in parallele Lücken erleichtern. Mit dem Kamerasystem "Around View Monitor" soll der Fahrer selbst in unübersichtlichen Wagen immer den Überblick behalten. Mit dem Elektroauto "Pivo 2" kann man gleich seitlich zufahren.
(futurezone | Reuters)
