Satellitenbetreiber SES mit gutem Ausblick
Der weltgrößte Satellitenkonzern und Astra-Betreiber SES Global erwartet in diesem Jahr und 2006 erstmals nach einer Stagnation wieder Umsatzzuwächse von mindestens zehn Prozent jährlich.
Das Hauptgeschäft mit der Vermietung von Satellitenkapazitäten sei auf Wachstumskurs, sagte SES-Chef Romain Bausch am Montag im luxemburgischen Betzdorf. Unzufrieden sei der Konzern jedoch nach wie vor mit der Entwicklung auf dem Markt für Breitbanddienste.
"Es fehlt einfach noch an Akzeptanz", sagte Bausch. Er stellte weitere Investitionen in diesem Segment und bei den Satellitenprogrammen in Aussicht.
Höhere Umsätze, mehr Nettogewinn
Dabei will der Konzern vor allem von der starken Nachfrage bei
der Einführung digitaler Fernsehdienste profitieren. Höhere Umsätze
sollen in den kommenden Jahren auch zu mehr Nettogewinn führen.
Sat-Internet in BulgarienIm vergangenen Jahr steigerte SES Global den Gewinn um 12 Prozent auf 230 Millionen Euro. Der Umsatz hingegen sank wegen des schwachen Dollar-Kurses leicht um 61 Millionen auf 1,15 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung verringerte sich um 80 Millionen auf jetzt noch 1,6 Milliarden Euro.
Das Umfeld für die Satellitenkommunikation sei wieder gut, sagte Bausch, der für 2005 und 2006 vier weitere Satellitenstarts ankündigte. Strategisch neu ausgerichtet werde dabei das bisher verlustreiche Geschäft von Satlynx, einem mit Alcatel und Gilat betriebenen Dienstleister für Breitbandnetze. SES verlässt dabei seine Strategie, Endverbraucher mit Breitbanddiensten auszustatten und will künftig Großkunden ansprechen und seinen Anteil an der Firma von derzeit 40 Prozent erhöhen. Bis 2006 soll Satlynx schwarze Zahlen schreiben.
SES Global mit seinen 1.200 Mitarbeitern betreibt 29 Satelliten weltweit und hat Beteiligungen an weiteren zehn.
