TopCall verschwindet von Wiener Börse
Der börsennotierte Wiener IT-Anbieter TopCall wird nach der Übernahme durch die britische Dicom Group noch im ersten Halbjahr 2005 von der Börse verschwinden.
"Ein Delisting noch im ersten Halbjahr ist sehr wahrscheinlich", sagte TopCall-Finanzvorstand Christoph Stockert. Der früheste Termin für ein Delisting sei auf Grund der entsprechenden Fristenläufe Ende April/Anfang Mai.
7,8 Prozent der TopCall-Aktien befinden sich derzeit noch in Streubesitz, der Rest gehört der EDC Investment Limited, einer 100-Prozent-Tochter der britischen Dicom Group.
Da die TopCall aktuell nur mehr in dem für weniger liquide Papiere geschaffenen Segment "Standard Market Auction" - und nicht mehr wie früher im "Prime Market" - der Wiener Börse gehandelt werde, mache eine Notierung "keinen Sinn" mehr.
Dicom schließt TopCall-Übernahme abGarantierte 4,28 Euro je Aktie
Konkret werden die in Streubesitz verbliebenen 7,8 Prozent bzw. 790.000 Stück Aktien nun abgespalten und in eine Aktiengesellschaft [AG] ausgelagert, um auch den verbliebenen Aktionären den von Dicom im Zuge des Übernahmeangebots gebotenen Preis von 4,28 Euro je Aktie zu garantieren, erläuterte Stockert.
Spaltungsplan sei nach Prüfung durch den Aufsichtsrat am Montag beim Firmenbuch des Handelsgerichts eingereicht worden.
Dicom waren Mitte November 2004 rund 85 Prozent der Stimmrechte bzw. 8,598.393 Aktien der TopCall International AG angedient worden, womit die erforderliche Annahmeschwelle von 75 Prozent überschritten wurde.
Topcall rechnet für 2004 mit einem Gesamtumsatz von 27,2 Mio. Euro. 2003 wurde ein EBIT von 1,5 Mio. Euro erzielt. Dividende soll für 2004 keine ausgeschüttet werden.
TopCall - Investor Relations
