18.02.2005

CAMCOPTER

Eine Helikopter-Drohne aus Österreich

Die Schiebel Elektronische Geräte GmbH, Weltmarktführer für Minensuchgeräte, hat auf der 7. Internationalen Rüstungsmesse IDEX in Abu Dhabi ihren völlig neu konzipierten, unbemannten Hubschrauber Camcopter S-100 präsentiert.

Die autonome Flugsteuerung biete sowohl für den militärischen wie auch zivilen Bereich neue Möglichkeiten zur Bewältigung hochspezialisierter Aufgaben und sei auf Grund ihrer Flugeigenschaften und Einsatzmöglichkeiten konkurrenzlos, sagte Geschäftsführer Hans Georg Schiebel.

Im Gegensatz zu den zahlreichen Tragflächen-Drohnen benötige der Camcopter S-100 keine Startbahn, könne in enge Täler einfliegen, sich stationär im Luftraum aufhalten und auch bei starkem Wind sicher landen.

Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Minensuche aus der Luft über den Einsatz zur Schmuggel- und Schlepperbekämpfung bis zur routinemäßigen Überwachung von Pipelines, Strom- und Kommunikationsleitungen und großen Betriebsgeländen. Dazu kommen Einsätze bei wissenschaftlichen Messungen und Filmaufnahmen.

100 Stück für 2005 geplant

Die Serienproduktion für das Fluggerät wird mit 100 Stück jährlich ab April dieses Jahres anlaufen. Der steirische Rennsport- und Luftfahrtausrüster Pankl Racing Systems - Entwickler und Produzent des Hauptrotorkopfes und der Antriebswelle für den Heckrotor - erwartet aus der Zusammenarbeit in den nächsten zehn Jahren ein Auftragsvolumen von bis zu zehn Mio. Euro, heißt es.

Schiebel [gegründet 1952] konzentriert sich seit Mitte der 80er Jahre auf die Entwicklung und Produktion von hochentwickelten Minensuchgeräten.

Nicht zuletzt durch einen Großauftrag der US-Armee über 18.000 Minensuchgeräte wurde man Weltmarktführer. Mitte der 90er Jahre wurde mit der Produktion von unbemannten Helikoptern begonnen, das Vorgängermodell brachte Schiebel auch hier die Weltmarktführung.