Ein WiMax-Netz für Intels Centrinos
Alcatel und Intel haben haben auf der Branchenmesse 3GSM World Congress in Cannes bekanntgegeben, dass sie gemeinsam Netzwerke für die so genannte "WiMax"-Funktechnologie entwickeln werden.
Das Netz wird auf Notebooks mit dem Intel-Chip Centrino zugeschnitten und soll ab Mitte 2006 einsetzbar sein.
WiMAX [Worldwide interoperability for Microwave Access, oder 802.16] ermöglicht die Überbrückung deutlich höherer Entfernungen als mit bisherigen Funknetzen [WLANs] erzielt werden können.
Bei freier Sicht sind theoretisch bis zu 50 Kilometer möglich, ein realistischer Wert liegt bei bis zu 20 Kilometern. Die über solche Entfernungen erzielbaren Bandbreiten betragen 20 und mehr MBit/s.
In Österreich wurden bisher nur Frequenzbänder in den Bereichen 3,5 GHz und 26 für "Wireles Local Loops" versteigert. Wie der Name schon sagt, hat die Regulationsbehörde dabei nicht an die Überbückung längerer Strecken gedacht.
WLL-Versteigerung brachte 464.000 EuroWie OFDM ungefähr funktioniert
Bei WiMax kommt so genanntes Orthogonal Frequency Division Multiplexing zum Einsatz.
Wie bei anderen Übertragungstechnologien werden viele Trägerfrequenzen gleichzeitig eingesetzt, diese sind anders als bei herkömmlichen Trägern nicht durch einen nicht bespielten Frequenzbereich getrennt. Die Träger stehen vielmehr dicht an dicht, aber nach einem bestimmter Muster zu einander gleichsam um 90 Grad versetzt - orthogonal.
Pro Frequenzband ist damit eine wesentlich höhere Zahl von Sub-Channels möglich, was die erreichbare Bandbreite dementsprechend erhöht.
OFDM kommt unter anderem im Mobilfunk, Digitalfernsehen DVB-T, DAB und 5-GHz-WLAN zum Einsatz. Von diesem Bereich ist in Österreich nur ein kleiner Teil bisher freigegeben.
Die zugeteilten WLL-Bereiche in Österreich
