EU will Google DoubleClick-Kauf erlauben
Die EU-Kommission wird Googles Übernahmeplänen für den Online-Werbevermarkter DoubleClick Kreisen zufolge ohne Auflagen zustimmen.
Mit der Situation vertraute Personen berichten, die Genehmigung des 3,1-Milliarden-Dollar-Geschäfts stehe kurz bevor. Mit dem für kommende Woche erwarteten Schritt war seit langem gerechnet worden, nachdem die EU-Kommission im Jänner entschieden hatte, keinen formellen Einspruch gegen die Übernahme zu erheben.
Bisher hat die Kommission noch nie eine Transaktion abgelehnt, ohne vorher Einspruch einzulegen.
Datenschützer hatten zuvor Einwände gegen die Übernahme geltend gemacht. Sie sorgen sich, dass die beiden Unternehmen durch die Übernahme Zugang zu einer beispiellosen Menge von Kundendaten bekommen würden. Die Kommission hat diese Kritik aber zurückgewiesen, da Datenschutzerwägungen nicht in die Reichweite ihrer Übernahmekontrolle fielen.
Im EU-Parlament sind Ende Jänner Daten- und Konsumentenschützer, Experten und Vertreter Microsofts gegen den Google-Repräsentanten Peter Fleischer angetreten. Der verlangte damals schon, dass Datenschutzaspekte bei der EU-Kartelluntersuchung der DoubleClick-Übernahme durch Google keine Rolle spielen dürften.
Grünes Licht in den USA
Die US-Handelsbehörde hat die umstrittene Übernahme bereits Ende 2007 genehmigt. Sie sieht den Wettbewerb durch die Fusion der beiden Online-Werbegiganten nicht gefährdet.
"Nachdem wir die Lage gründlich untersucht haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Übernahme den Wettbewerb nicht substanziell gefährden wird", urteilte die US-Handelsbehörde FTC in einem Statement.
Die Entscheidung für die 3,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme durch den Internet-Konzern fiel mit vier zu eins Stimmen. Die Behörde betonte, sie habe keine juristische Handhabe, eine Fusion wegen Datenschutzbedenken zu untersagen.
(Reuters)
