Immer mehr Spam auf dem Handy
Mobile Spam wird zunehmend ein Problem für Handybetreiber und -kunden. Mehr als 80 Prozent der Mobiltelefon-Nutzer haben bereits Spam-Nachrichten erhalten.
Das ergab eine Studie der Universität St. Gallen in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitstechnologie-Anbieter Intrado und der International Telecommunication Union [ITU].
Die Entwicklung sei besonders für das Image der Mobilfunkanbieter von großem Nachteil, heißt es in der Studie. Denn die Kunden geben vor allem den Providern die Schuld für die Flut an unerwünschten elektronischen Nachrichten.
Vor allem Werbe-SMS der Mobilfunker selbst werden dabei von den Nutzern als Spam empfunden. Acht von zehn der befragten Mobiltelefonierer, die derartige unerwünschte SMS erhalten, würden zur Beseitigung des Problems eher den Anbieter als ihre Telefonnummer wechseln.
In der Studie wurden Handynutzer und Mobilfunker aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Kanada, den USA, Singapur, China und Saudi-Arabien befragt.
Trojaner verschickt Spam-SMSKeine anonyme Registrierung mehr
Dabei steht das Problem des Mobile Spamming erst am Anfang, so die Forscher. In den nächsten ein bis zwei Jahren wird die Zahl versendeter Spam-Nachrichten weiterhin deutlich steigen: 83 Prozent der befragten Mobilfunkanbieter und Kunden rechnen damit, dass künftig noch mehr Spam verschickt werden.
Den besten Weg, um gegen die Zunahme der Spam-Nachrichten vorzugehen, sehen die Konsumenten und die Industrie in der Selbstverwaltung, denn momentan befinden sich die Mobilfunkanbieter noch in einer Art "Trial and error"-Phase, in der noch mit möglichen Lösungswegen experimentiert wird.
Als möglichen Weg sehen die Mobilfunker die Identifizierung der Spammer durch die Aufhebung anonymer Anmeldemethoden sowie die Einführung neuer Registrierungsmethoden.
