Gates nur noch drittreichster Mann
Laut "Forbes" hat Microsofts Angebot an Yahoo Bill Gates den Platz an der Spitze der reichsten Menschen der Welt gekostet. Verdrängt hat ihn Großinvestor Warren Buffett.
Nachdem Gates vom US-Magazin "Forbes" bereits im vergangenen August zum Zwischenstand der Milliardärsliga zum zweitreichsten Mann der Welt degradiert worden war, legt das Blatt nun nach.
Nicht nur der mexikanische Telekommagnat Carlos Slim Helu habe Gates geschlagen, sondern dieser sei wiederum von dem legendären Finanzinvestor Buffett auf Platz zwei der Reichstenliste verwiesen worden. Auf der "Forbes"-Jahresbestenliste war Gates 13 Jahre lang auf Platz eins gelegen.
Yahoo ist schuld
Pikantes Detail: Das Magazin schreibt, dass Gates zum Stichtag ebenso reich, wenn nicht sogar reicher gewesen wäre als Buffett, wenn Microsoft nicht sein Übernahmeangebot an Yahoo vorgelegt hätte.
Die Vermögen der Superreichen sind im Lauf des vergangenen Jahres enorm angeschwollen. Buffetts Reichtum, der allerdings stark vom Preis der Aktie seines Unternehmens Berkshire Hathaway abhängt, ist um zehn Milliarden Dollar gewachsen, das von Gates um zwei Milliarden. Noch schneller konnte Carlos Slim Helu zulegen. Seit vergangenem März wurde er um elf Milliarden US-Dollar reicher.
Slim am Buffett
Den Berechnungen des Magazins zufolge [Stichtag: 11. Februar 2008] besitzt Buffett derzeit rund 62 Milliarden US-Dollar. Telekom-Schwergewicht Slim kommt auf 60 Milliarden, Gates dagegen nur noch auf 58 Milliarden Dollar.
Auf den Plätzen vier bis sechs folgen übrigens die Inder Lakshmi Mittal [45 Mrd., Stahlkonzernchef], Mukesh Ambani [43 Mrd., Petrochemie-Boss] und Mischkonzern-Chef Anil Ambani [42 Mrd.]. Ihr Landsmann K. P. Singh [30 Mrd.] muss sich hinter Volvo-Fahrer Ingvar Kamprad [31 Mrd., Ikea] einreihen.
Der russische Oligarch Oleg Deripaska liegt mit 28 Milliarden Dollar auf Platz neun knapp vor Aldi-Mitgründer Karl Albrecht [27 Mrd.].
(Forbes | futurezone)
