08.02.2005

EINSTEIN@HOME

Verteilte Suche nach Gravitationswellen

Nachdem sie bereits seit Jahren bei der Suche nach Außerirdischen [wenn auch bis dato erfolglos] eingesetzt werden, sollen überschüssige Rechenkapazitäten nun auch bei der Suche nach Graviationswellen eingesetzt werden.

Das Einstein@home Projekt will Daten von Gravitationswellendetektoren in Europa und den USA nach Signalen von Pulsaren, schnell rotierenden Neutronensternen, durchsuchen.

Mit riesigen Laserinterferometern genannten Messdetektoren versuchen die Gravitationsobservatorien GEO600 in Deutschland, sowie LIGO Livingston und LIGO Hanford in den USA Gravitationwellen nachzuweisen.

Detektor-Daten auf Signale durchforsten

Einstein beschreibt in der Relativitätstheorie Raum und Zeit als eine Einheit, die sogenannte Raumzeit. Diese wird durch die Anwesenheit von Massen gekrümmt. Licht und Materie sind gezwungen der Krümmung zu folgen. Dies erweckt den Anschein einer anziehenden Kraft, der Gravitation.

In den LIGO-Detektoren wechseln Laserstrahlen in Röhren zwischen Spiegeln hin- und her. Gravitationswellen wären anhand von winzigsten Abstandsänderungen zu erkennen.

Doch in der Datenflut finden sich auch schlichte Schwingungen des Erdbodens oder andere Vibrationen, mit der Ausfilterung dieses Rauschen sind die LIGO-Rechner überfordert.

LIGO und GEO600 wollen mit Hilfe der brach liegenden Rechenressourcen von ungenutzten Heim- oder Firmen-PCs versuchen die Datenmengen zu analysieren.