05.02.2005

E-SCIENCE

Handys holen Forscher aus dem Labor

Britischen Wissenschaftler haben eine neue Technologie entwickelt, die es ihnen erlaubt, wissenschaftliche Untersuchungen außerhalb der Versuchslaboratorien via Handy zu verfolgen.

Mit der so genannten Middleware kann der Datenaustausch sicher und schnell zwischen verschiedenen Computersystemen stattfinden.

Nun kommt die Software erstmals an der Universität von Southampton bei der Überwachung der Laborbedingungen einer chemischen Versuchsreihe zum Einsatz.

Abo-Service für Forscher weltweit

"Wir wollten alles auch außerhalb der Labors überwachen," so Jeremy Frey von der Universität Southampton. Sensoren, die im Labor angeordnet sind, registrieren die Umgebung genauestens und geben die Daten an einen Computer weiter. Das System bemerkt selbst Personen, die das Sicherheitslabor betreten haben und eine potenzielle Gefahr für die Wissenschafter oder das Projekt darstellen könnten.

Natürlich gab es auch bisher schon die Möglichkeit der Fernüberwachung. Doch die älteren Systeme waren sehr statisch und wollte man etwa eine Zeile mehr Information aufzeichnen, musste gleich das ganze Programm umgeschrieben werden.

Die Herausforderung bestand nun darin, das System auf das Handy zu bringen.

Sensoren können jederzeit dazugehängt oder abmontiert werden, und Wissenschaftler weltweit können den Infodienst einfach abonnieren und werden so auf dem Laufenden gehalten.

Künftig auch Änderungen veranlassen

"Die Technologie erleichert das Erkennen und Aufzeichnen, um so schnell wie möglich von weltweit zusammenarbeitenden Experten analysiert werden zu können", erklärt Frey.

Dabei arbeitet die Software Plattform-unabhängig über das Internet-Protokoll. Forscher weltweit können die Daten unabhängig vom verwendeten Betriebssystem ihres Geräts ablesen.

Als nächstes wollen die Wissenschaftler das System so weiter entwickeln, dass die Laborbedingungen auf Knopfdruck auch abgeändert werden können.