Kodak auf Software-Einkaufstour
Der US-Fotokonzern Kodak kauft für 980 Mio. Dollar [752 Mio. Euro] den kanadischen Software-Spezialisten Creo.
Dieser Schritt entspringt offenkundig der neuen Strategie des weltgrößten Fotofilm-Herstellers, verstärkt auf die Digitaltechnik und das Druckergeschäft zu setzen.
Kodak zahlt den Aktionären des Unternehmens, das auf Druckprogramme spezialisiert ist, 16,50 Dollar in bar pro Aktie, wie das US-Unternehmen mitteilte. Creo ist demnach schuldenfrei und verfügt über freie Mittel von 85 Mio. Dollar.
Die Übernahme des in Vancouver ansässigen Unternehmens werde das Ergebnis 2005 etwas verwässern, teilte Kodak weiter mit.
Im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2004 hat Kodak einen Verlust von zwölf Millionen Dollar verzeichnet, im Gesamtjahr jedoch einen Gewinnsprung von 640 Mio. Dollar erwirtschaftet. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent zu.
Digitalfotografie bringt Kodak mehr GewinnDie Gewinnprognose für das Gesamtjahr von 2,60 bis 2,90 Dollar je Aktie bleibe aber bestehen. 2006 werde Creo dann den Umsatz um rund 700 Mio. Dollar nach oben treiben und mindestens fünf Cent je Aktie zum operativen Gewinn beisteuern.
