Die Untersuchung der Libro-Pleite
Hinweise auf Unregelmäßigkeiten in den Büchern der 2001 kollabierten [Internet]Handelsgruppe Libro verdichten sich, wie das "profil" vom Montag berichtet.
Laut einem ersten Teilgutachten des zuständigen Sachverständigen soll Ex-Tochter Libro Deutschland in der Jahresbilanz 1998/99 ungerechtfertigterweise um 10,2 Millionen Euro aufgewertet worden sein, um so einen höheren Bilanzgewinn darzustellen.
Der wiederum war Grundlage für die Ausschüttung der umstrittenen Sonderdividende in der Höhe von 32 Millionen Euro. Laut Gutachten wäre Libro Deutschland in der Bilanz nicht mit 10,2 Millionen Euro, sondern mit "null" anzusetzen gewesen.
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ermittelt gegen den flüchtigen ehemaligen Libro-Chef André Rettberg, Ex-Vorstand Johann Knöbl, Ex-Aufsichtsratspräsident Kurt Stiassny und weitere Aufsichsräte u. a. wegen des Verdachts der Untreue, des Betrugs und der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Ende 2004 sperrte die längst verkaufte lion.cc zu
