31.01.2005

AUTO & DIEB

DST-Funkchips sind nicht sicher

Die viel diskutierte [noch] mangelnde Sicherheit bei Funkchips wurde nun in einer Untersuchung auch bei bereits bestehenden Systemen aufgezeigt.

RFID-Chips [Radio Frequency Identification Tags] von Texas Instruments [TI], die derzeit bei Autosschlüsseln wie jenen von Ford und Toyota als Diebstahlsicherung und Tankkarten in Verwendung sind, sind laut einer Studie der Johns Hopkins Universität nicht ausreichend geschützt.

Die Sicherheitsmaßnahmen der "DST Tags" von Texas Instruments sei unzureichend, um ein Auslesen zu verhindern, so Avi Rubin vom Johns Hopkins Information Security Institute.

Die Verschlüsselung mit einem 40-Bit-Key sei viel zu leicht zu knacken, meint Ari Juels des Marktführers RSA Security, die zur Studie ebenfalls beitrug.

Auslesen nur auf kurze Distanz

Die Ergebnisse wurden auch dem Hersteller Texas Instruments vorgelegt, der bis dahin noch keine Hinweise für einen etwaigen Missbrauch erhalten hat.

Tony Sabetti von TI gibt zu bedenken, dass die Chips nur auf geringe Distanz ausgelesen werden können, in eigenen Tests sei das nur bis zu einer Entfernung von 30 Zentimetern gelungen.

Auch das Forscherteam konnte laut Rubin nur auf kurze Distanz die Schlüssel auslesen, doch Rubin meint, dass es zahlreiche Situationen wie etwa in Aufzügen gebe, in denen ein Auslesen möglich wäre.

Die Forscher nutzten für ihre Tests zwar handelsübliche Computerteile für mehrere tausend Dollar, die zudem einen ganzen SUV ausfüllten. Sie gehen aber davon aus, dass die notwendige Ausrüstung bis auf die Größe eines iPods für wenige hundert Dollar reduzierbar ist.