Siemens wegen Euro-Kurses besorgt

vs. dollar
04.03.2008

Schadet exportorientierten Unternehmen

Die jüngste Aufwertung des Euro macht dem Technologiekonzern Siemens Sorgen. "Das sind Relationen, die wir beobachten müssen", sagte Vorstandschef Peter Löscher am Dienstag in München am Rande einer Konferenz zu Journalisten.

Der aktuelle Rekordkurs der europäischen Einheitswährung von fast 1,52 Dollar sei für Siemens nicht einfach. Vor allem exportorientierte Unternehmen leiden unter der Aufwertung.

Den Rückzug bei der verlustreichen Telefonanlagensparte SEN will Löscher vorantreiben. "Wir sind in fortgeschrittenen Gesprächen mit mehreren Partnern", sagte Löscher. Wichtig sei es, für die Arbeitnehmer eine "nachhaltige Lösung" zu finden. Bei SEN werden weltweit rund 6.800 Jobs gestrichen.

Siemens möchte SEN möglichst schnell verkaufen. Kontrollen sollen dafür sorgen, dass sich ein Debakel wie bei der Aufgabe der Mobiltelefonproduktion nach der Übernahme durch BenQ nicht wiederholt.

(APA | Reuters)