26.01.2005

"BIG PLAYER"

MakroMarkt will Nummer zwei werden

Die 2003 in einem Management Buy-out übernommene Elektrohandelskette MakroMarkt setzt einen weiteren "Expansionsschritt".

Rückwirkend zum 1. Jänner 2005 wird der Wiener Elektrohändler Haas übernommen, Firma und die Marke haas sollen erhalten bleiben.

Haas setzt mit einem Groß-Standort in Gerasdorf bei Wien und 106 Mitarbeitern 41,3 Mio. Euro um, so Makromarkt-Geschäftsführer und Mehrheitseigentümer Branko Mihajlov. Der Umsatz von MakroMarkt lag 2004 mit fünf Märkten und 187 Mitarbeitern bei 51,9 Mio. Euro.

Herbert Haas, bisher Alleineigentümer der Haas Elektro GmbH, verkauft "schweren Herzens" aus gesundheitlichen Gründen, wie er heute betonte. Er trenne sich von einem Unternehmen, "dem es blendend geht". Der Verkauf an MakroMarkt garantiere ihm, dass die Idee und das Team weiterleben werden, so Haas.

Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. MakroMarkt finanziert die Übernahme aus den Einnahmen eines Sale & Lease-Back-Deals, bei dem zwei Standorte an die Immofinanz verkauft und zurückgemietet wurden.

~ Link: (!)haas (http://www.haas-el.at/intro.html) ~

Neuer Big Player

Auch Mihailov betonte, dass die Makromarkt-Eigentümerfirma Pro Markt, die zu 51 Prozent ihm und zu je 24,5 Prozent den beiden Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften Konos und Gaja gehört, keine Bankverbindlichkeiten habe.

Mit der Übernahme steige MakroMarkt in eine neue Liga auf und werde ein neuer Big Player, so Mihajlov. Erklärtes Ziel der Nummer drei im Markt sei es, die Nummer zwei zu überholen.

Dazu soll in den nächsten Jahren mit beiden Marken expandiert werden: Haas soll im Premiumsegment positioniert bleiben und mit Beratung und Service punkten, MakroMarkt als eine Art Hofer des Elektrohandels gegen MediaMarkt und Saturn antreten.

2005 soll der Nettoumsatz der beiden Unternehmen auf 111 Mio. Euro steigen. Synergien aus der Übernahme erwartet der MakroMarkt-Chef vor allem beim Einkaufsvolumen und im gemeinsamen Aktionsmanagement.

Diskonter "ein Thema"

Der Umsatz der gesamten Elektrohandelsbranche hat sich 2004 nach vorläufigen Zahlen erstmals nach vielen Jahren zumindest nicht mehr reduziert. Für 2005 werden sogar wieder Zuwächse erwartet, so Haas.

Die Hoffnungen liegen in erster Linie auf Flachbildschirm-Fernsehern und dem Zusammenwachsen von Computer und Unterhaltungselektronik-Welt. Das Eindringen der Lebensmittelketten und Diskonter in den Elektrohandel sei vor allem bei einfacheren Produkten "ein Thema".