Amazon-Ranking zeigt Verkaufspotential
Dass sich die Kundenbewertungen bei Amazon auf die Verkäufe auswirken, ist logisch nachvollziehbar. Dabei wecken aber nicht nur positive Rezensionen beim Kunden Kauflust.
Laut einer Studie des Universitätsprofessors Mikhail Gronas verkaufen sich beim Online-Händler nämlich genau die Bücher am besten, die etwa gleich viele positive wie negative Bewertungen bekommen haben. Damit wird auch deutlich, dass der Online-Händler und seine User eine nicht zu unterschätzende Marktmacht darstellen.
In der Studie untersuchte Gronas die Zahl der Sterne, mit denen die Kunden die Bücher bewertet haben und versuchte herauszufinden, ob dabei spezielle Muster auf verschiedenen Arten von Büchern zutreffen. Er analysierte auch die Kritiken selbst, um herauszufinden, welche Kriterien die User bei ihren Entscheidungen heranzogen.
Das US-Internetkaufhaus Amazon.com feierte im vergangenen Jahr das beste Weihnachtsgeschäft seiner Unternehmensgeschichte.
Bestes Weihnachtsgeschäft für AmazonSoftware soll patentiert werden
Mit einer Software-Analyse kam er zu dem Ergebnis, dass die Kunden öfter fünf als zwei Sterne vergeben.
Kult-Bücher wie etwa "Harry Potter" erhalten fast ausschließlich fünf Sterne, während Klassiker und Neuerscheinung eher gestreute Bewertungen bekommen.
Ausschlaggebend sind aber die Ein-Stern-Bewertungen. Laut Gronas sind nämlich die Bücher mit dem höchsten "kontroversiellen Index", also Bücher, die in etwa gleich oft mit einem bzw. fünf Sternen bewertete werden, auch die meistverkauften.
Die Universität Dartmouth will die Software nun patentieren lassen und hofft, dass Buch-Verlage den "kontroversiellen Index" für ihr Marketing einsetzen. "Wir wissen, dass die kontroversiellen Bücher sich am besten verkaufen. Jetzt gibt es einen Weg, dieses Wissen zu objektivieren", so Gronas.
