Böser Tag für Technologiewerte
Die Steigerung von Umsatz und Gewinn im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2004 war der Börse heute ebenso egal wie der Umstand, dass Motorola seinen Anteil am Weltmarkt auf 16,6 [Vorjahresvergleichszeit: 13,7] Prozent steigern konnte.
Allein der Ausblick auf das laufende Geschäft war für die Börsianer von Interesse, die Umsatzprognose für Quartal eins 2005 von 7,5 Mrd. Dollar bis 7,9 Mrd. Dollar und ein voraussichtlicher Gewinn von 17 Cent bis 20 Cent je Aktie ließen das Papier gleich zu Börsenbeginn in den Keller fallen.
Zu Handelsschluss notierte die Aktie bei minus 7,06 Prozent, auch die anderen Technologiewerte gaben generell nach.
Im vierten Quartal 2004 erzielte Motorola einen Nettogewinn von 654 Mio. Dollar oder 27 Cent je Aktie nach 489 Mio. Dollar oder 20 Cent je Aktie vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 27 Prozent auf 8,84 Mrd. Dollar und lag damit über den Analystenprognosen.
Die Motorola-Ergebnisse im DetailJuniper, Lucent, Sun abgestraft
Netzwerkausrüster Juniper konnte den Gewinn im Schlussquartal deutlich steigern und übertraf die Erwartungen der Analysten auch beim Umsatz klar. War im nachbörslichen Handel gestern noch ein Plus von 1,5 Prozent verzeichnet worden, so fraß der heutige Börsentag schon während der ersten Handelsminuten diese Gewinne restlos auf. Juniper notierte zu Börsenschluss bei minus 2,72 Prozent.
Lucent, ebenfalls im selben Marktsegment wie Juniper aktiv, brachte die Meldung über gefallene Gewinne [von 349 auf 174 Mio. Dollar] bereits vorbörslich ein Minus von 2,7 Prozent ein. Noch schlimmer kam es im Verlauf des heutigen Handelstags, die Verluste betrugen 7,57 Prozent.
Mit abgestraft wurde Sun Microsystems [minus 6,29 Prozent], auch Yahoo [minus 1,96 Prozent], das ein weit über den Erwartungen liegendes Ergebnis abgeliefert hatte, und Apple [minus 1,09 Prozent] lagen zu Börsenschluss im Minus.
Das Ergebnis von IBM
Auch das im Grunde hervorragende Resultat von IBM war
offensichtlich bereits in den Kurs eingerechnet, die Aktie bewegte
sich bei Verlusten von knapp zwei Prozent.
IBM mit Rekordzahlen
