EU-Bedenken zu Tele-Atlas-Übernahme
TomTom muss Zugeständnisse machen
Die EU-Kommission hat dem niederländischen Navigationsgerätehersteller TomTom ihre Einwände gegen die geplante Übernahme des Digitalkartenanbieters Tele Atlas übermittelt.
Das sagte eine mit der Situation vertraute Person am Samstag. Der weltgrößte Hersteller von Auto-Navigationsgeräten hat den europäischen Kartellwächtern bereits Zugeständnisse angeboten, um Wettbewerbsbedenken auszuräumen.
Doch diese Vorschläge hätten nicht vor Ablauf einer Frist berücksichtigt werden können, innerhalb derer ein Schreiben mit Einwänden verschickt werden muss. Ein Sprecher der Europäischen Kommission lehnte eine Stellungnahme zu der laufenden Prüfung ab.
Entscheidung bis zum 5. Mai
Experten zufolge verlangsamt ein förmlicher Einwand den Genehmigungsprozess in Brüssel. Er bedeute aber nicht zwangsläufig, dass die europäischen Wettbewerbshüter die Fusion ablehnen werden. Vielmehr wird TomTom sein Angebot für Zugeständnisse aufbessern müssen. Die Frist für eine Entscheidung läuft bis zum 5. Mai.
(APA | Reuters)
