MmO2 will Kleinaktionäre loswerden
Der britische Mobilfunkanbieter mmO2 will sich eines großen Teils seiner Kleinaktionäre entledigen und sich gleichzeitig in O2 umbenennen.
Mit der Übertragung des Geschäfts von der MMO2 Plc auf die O2 Plc nach Börsenschluss am 11. März bietet das sechstgrößte europäische Mobilfunkunternehmen seinen Aktionären alternativ zu einem reinen Tausch der Aktien eine Barabfindung, die fünf Pence über dem Börsenkurs, mindestens aber bei 105 Pence liegen soll, wie MM02 mitteilte.
Um die Abfindung zu finanzieren, sollen 300 Millionen neue O2-Aktien ausgegeben werden. Der Konzern hofft, auf diese Weise möglichst viele Kleinaktionäre zu verlieren. Zu MMO2 gehört auch der deutsche Mobilfunkbetreiber, der als O2 firmiert.
Technisch soll die O2 Plc nach den Plänen MMO2 übernehmen. Die "neue" Gesellschaft soll am 14. März 2005 an der Londoner Börse gelistet werden. Der Umstrukturierung müssen eine außerordentliche Hauptversammlung am 14. Februar und der High Court zustimmen.
Deutscher Mobilfunkmarkt wächst weiterMehr Kosten durch Kleinaktionäre
"In vielen Fällen kostet es O2 wahrscheinlich mehr, die Dividendenschecks an seine Aktiobnäre zu versenden, als die Dividende selbst ausmacht", begründete das Unternehmen seinen Schritt.
Mit der Abspaltung von British Telecom [BT] im Jahr 2001 hatte MMO2 mehr als eine Million Kleinaktionäre "geerbt", die zwar 63 Prozent des Aktionärsstamms ausmachen, aber nur 3,5 Prozent des Kapitals halten. Zugleich will sich MMO2 von der New Yorker Börse zurückziehen, da der Konzern in den USA gar kein eigenes Geschäft betreibt.
