Playstation 2 im Dienste der Wissenschaft
Dass Spielkonsolen auch zu wissenschaftlichen Leistungen fähig sind, hat jetzt das Institut für Graphische und Parallele Datenverarbeitung der Linzer Johannes Kepler Universität gezeigt.
Dem Institut gelang es, PS2-Spielkonsolen so einzusetzen, dass damit wissenschaftliche Berechnungen angestellt werden können. Der Vorteil dieses am Montag veröffentlichten Forschungsergebnisses: Die Kosten für diese Hardware betragen nur einen Bruchteil von ebenso leistungsfähigen Personalcomputern.
Acht Konsolen als Rechencluster
Ein Team um Universitätsprofessor Jens Volkert hat acht
PS2-Spielkonsolen zu einem Rechencluster zusammengeschaltet, der nun
in Summe maximal die achtfache Rechenleistung liefert. Die
Prozessoren der Spielcomputer eignen sich besonders gut zur
parallelen Verarbeitung von Daten und zur graphischen Darstellung
der Ergebnisse.
Mehr zum Cluster [PDF]Leistungsfähig und billig
Damit ist die Lösung von verschiedenen wissenschaftlichen Aufgabenstellungen möglich, beispielsweise die Berechnung von Luftströmungen in der Meteorologie. Auch die Simulation von Explosionen in Behältern wurde bereits durchgeführt. Ebenso sind Anwendungen in der Astronomie oder in der Physik - etwa zur Berechnungen der Bewegungen von Atomen - denkbar.
"Die Verwendung von Spielkonsolen für das wissenschaftliche Rechnen ist deshalb so interessant, weil die Geräte in vielen Aspekten leistungsfähiger sind als die heute üblichen Personalcomputer, gleichzeitig liefern sie die Rechenleistung zu einem wesentlich günstigeren Preis, wodurch sie in Zeiten allgemeiner Budgetknappheit eine attraktive Alternative darstellen", meint Volkert.
