Siebel Systems mit guten Zahlen
SAP-Konkurrent Siebel Systems hat dank
eines guten Lizenzgeschäfts im abgelaufenen Quartal die Umsatz- und Gewinnerwartungen deutlich übertroffen und damit die Aktien der gesamten Branche beflügelt.
Der Umsatz mit Softwarelizenzen habe im vierten Quartal zwischen 159 und 161 [Vorjahr: 150,3] Millionen Dollar gelegen, teilte Siebel am Mittwoch mit. Analysten hatten der Nummer drei unter den weltgrößten Produzenten für CRM-Systeme [Customer Relationship Management] nur 129 Millionen Dollar zugetraut. Auch der Reingewinn habe mit 42 bis 44 Millionen Dollar die bei 38 Mio. liegenden Erwartungen deutlich übertroffen.
Für das erste Quartal gab Siebel sich zuversichtlich. Man könne mit Analystenschätzungen leben, die von sechs Cent Gewinn/Aktie ausgingen - nach nur einem Cent im abgelaufenen Jahr. Die Umsatzprognosen liegen im Schnitt bei 329,3 Millionen Dollar.
Die Siebel-Aktie stieg an der Wall Street um 1,3 Prozent auf 10,01 Dollar, im vorbörslichen Handel hatte sie schon um mehr als sieben Prozent zugelegt.
Die Ergebnisse im DetailKonkurrent SAP
Von den positiven Zahlen profitierten auch die Titel anderer Unternehmen der Branche. So machte die Aktie des deutschen Weltmarktführers SAP ihre Verluste wett und notierte am Nachmittag leicht höher bei 129,10 Euro. Seit Beginn der Woche hatten die Papiere verstärkt unter Druck gestanden.
SAP wird die Jahresergebnisse am 26. Jänner veröffentlichen.
Nach einem unerwartet starken dritten Quartal braucht SAP dazu noch ein Plus von acht bis zehn Prozent im Schlussquartal. In den letzten drei Monaten des Jahres verbucht SAP gewöhnlich annähernd die Hälfte des gesamten Jahresumsatzes bei höheren Margen als im Rest des Jahres.
Analysten sagten, Siebel sei mit seinen positiven Zahlen keine Ausnahme in der Branche. "Die Nachfrage hat angezogen, die Leute geben zum Jahresende ein bisschen Geld aus. Ich erwarte, dass Software allgemein ein starkes viertes Quartal erlebt", sagte Analyst Patrick Mason von Pacific Growth Securities.
Bei Siebel lag den vorläufigen Berechnungen zufolge auch der Gesamtumsatz im Quartal mit 387 bis 390 Millionen Dollar über den Prognosen, die im Schnitt 347 Millionen Dollar betrugen. Die operative Marge habe 15 bis 16 Prozent betragen und damit nahezu doppelt so viel wie im dritten Quartal.
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