04.01.2005

TSUNAMI

Mikrochips helfen bei Opfer-Identifizierung

Ausländische Opfer des Tsunamis werden in Thailand mit Mikrochips versehen, die ihre spätere Identifizierung erleichtern sollen.

Nach Angaben des Chefs des österreichischen Identifizierungsteams, Christoph Hundertpfund, stellten die örtlichen Behörden Mikrochips und die nötige Ausrüstung, um die Chips in die Körper der Toten zu implantieren.

Mit dem entsprechenden elektronischen Gerät kann man später den Verstorbenen schneller erkennen, ohne im Zweifelsfall neue Proben vornehmen zu müssen.

Da die internationalen DVI-Teams in Thailand und Sri Lanka in den meisten Fällen allerdings nicht in der Lage sind, festzustellen, aus welchem Land der Tote stammt, sollen die DNA-Proben international vernetzt werden.

Internationale Vernetzung

Zu diesem Zweck werden am Mittwoch am Interpol-Sitz im französischen Lyon Fachleute zusammenkommen, um die Zusammenarbeit bei der Identifizierung weiter zu verstärken und die Datenaufnahme elektronisch zu vernetzen. Auch Österreich wird mit einem Expertenteam des Bundeskriminalamtes vertreten sein.

Die Verstorbenen werden nach Interpol-Standard identifiziert, es werden also entweder das Zahnschema oder Fingerabdrücke erfasst. Nur Haarwurzeln sind in diesem Zustand für DNA-Proben brauchbar. Blut und Körperflüssigkeiten lassen sich meist nicht mehr abnehmen.

In Fällen von stärkerer Verwesung wird versucht, einen möglichst großen Zahn sicherzustellen, da sich in der Zahnmitte DNA entnehmen lässt. Auch Knochenteile werden für DNA-Tests verwendet.