Netz-Chaos um die Vermissten-Listen
Die offizielle Website der thailändischen Regierung war auch am Sonntag Mittag nicht so weit verfügbar, als dass sich sagen ließe, wieviele Datensätze von Vermissten sie enthält.
Starker Verkehr aus aller Welt bei insgesamt zu schwacher Anbindung an's Netz lassen jede Abfrage nach Vermissten zum Geduldsspiel werden. Es werden nicht einfache HTML-Listen angeboten, sämtliche Daten werden vielmehr aus der Datenbank generiert, was diese naturgemäß belastet. Obwohl die Ladezeiten der Site knapp am Time-Out der Abfragen liegen, wird weiterhin ein Flash-Video von der Flutwelle auf der Frontpage angeboten.
Dazu kommt, dass diese Website offenbar nicht die einzige offizielle Opfer-Website in Thailand ist.
Such-Initiative aus Österreich
Eine Wiener Privatinitiative hat eine Plattform eingerichtet, die
für Österreicher, aber auch für Betroffene anderer Nationen zur
Verfügung steht, die immer noch Verwandten und Freunde in Asien
vermissen. Da eben erst gelauncht, verfügt auch diese Adresse noch
über relativ wenig Informationen.
Österreich-Plattform von 5uper.net
Die Informationen des österreichischen AussenministeriumsDie andere offizielle Website
Das thailändische Rote Kreuz, die IT-Abteilung des Magistrats von Phuket haben zusammen mit verschiedenen Regierungsstellen "Missingpersons.or.th" eingerichtet. Auch hier laufen Datenbankabrufe ziemlich zäh, allerdings werden auch Listen angeboten: 2315 vermisste Personen aller Nationalitäten sind derzeit aufgelistet und knapp 500 identifizierte Tote.
Am aussichtsreichsten dürfte derzeit eine Suche in den Listen des Internationalen Roten Kreuzes [ICRC] sein. Die sind von allen verstreuten Informations-Angebotern am weitaus Umfangreichsten und decken alle betroffenen Länder ab.
Allerdings wird man hier nicht über den Status der Vermissten informiert, genauere Informationen müssen dann in der nächstgelegenen Dienststelle des Roten Kreuzes erfragt werden.
Die Angehörigen-Suche des ICRC
