Auch eBay lässt MS-Passport fallen
Microsoft hatte einst große Pläne für sein User-Authentifizierungs-System Passport. Nun sieht es ganz so aus, als würde der Dienst über kurz oder lang eingestellt werden.
Passport hat im vergangenen Jahr mehrere große Unterstützer, wie etwa das Job-Portal Monster Worldwide, verloren. Nun zieht auch eBay nach und stellt den Support mit Ende Jänner ein.
Das zentrale Login-System sollte es seinen Nutzern ermöglichen, mit nur einem Usernamen und Passwort Zugang zu vielen Websites zu erlangen.
Sicherheitsmängel
Eine Studie des unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig
Holstein unter 240 Experten weltweit hat ergeben, dass sämtliche der
untersuchten, aktuell angebotenen Systeme für Identitäts-Management
noch erhebliche Probleme aufweisen.
Datenschutz-Mängel bei Passport & CoWenig Unterstützung
Für die Nutzung von E-Commerce-Sites wurden auch sensible Bank- und Kreditkartendaten verwendet, diese Funktion hat Microsoft aber bereits letztes Jahr abgedreht.
Relativ wenige Firmen und Website-Betreiber konnten sich für das System erwärmen, weil sie befürchteten den direkten Kontakt zum Kunden an Microsoft zu verlieren. Weiters wurden von Datenschützern immer wieder Bedenken über die konzentrierte Sammlung der Nutzerdaten geäußert.
Passport soll zwar weiterhin als Login-Technologie für Microsofts eigene Websites und Services fungieren, ein weiterer Ausbau ist jedoch nicht geplant.
