Die Lesemaschinen

matrix
29.02.2008

Wie Bibliotheken ihre Bestände digitalisieren

Am Sonntag um 22.30 Uhr geht es im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix" darum, auf welche Weise unsere Bibliotheken ihr analoges Erbe ins Netzzeitalter überführen.

Als Google im Dezember 2004 das gigantische "Google Books Library Project" vorstellte und ankündigte, 1,5 Millionen Bücher ins Netz zu stellen, sorgte der Konzern damit für einiges Aufsehen. Dabei ist Google bei weitem nicht die einzige Einrichtung, die gedrucktes Material erfassen und über das Netz verfügbar machen will.

Mit oder ohne Unterstützung durch Google digitalisieren immer mehr Bibliotheken diesseits des Atlantiks ihre Bestände, um sie vor dem Verfall zu retten und sie gleichzeitig überall auf der Welt zugänglich zu machen. Die Österreichische Nationalbibliothek speichert etwa historische Zeitungen und Zeitschriften digital, die Universitätsbibliothek wiederum erfasst Magazine und Bücher nur on Demand für Leser, die nicht an die lokale Ausleihe kommen können.

Hochleistungsscanner aus Wien

Während man an der Universitätsbibliothek die alten Seiten mit mühsamer manueller Unterstützung in ein elektronisches Format überführt, nutzt die Bayerische Staatsbibliothek einen Hochleistungsscanner aus Wien. Bis zu 1.500 Seiten schafft dieses Gerät in einer Stunde - und schont dabei auch noch die alten Bände, deren Blätter er mit einem Lufthauch wendet.

Vor dem Verfall beziehungsweise dem Vergessen wollen neben Büchern und Magazinen aber auch Websites gerettet werden. Auch diese "einzigartigen Quellen menschlichen Wissens und menschlicher Ausdrucksweisen", wie es in der UNESCO-Charta von 2003 heißt, sollen in Zukunft von Nationalbibliotheken archiviert werden, so auch in Österreich, wie Anna Masoner in Matrix berichtet.

(matrix)