Weihnachtsgeschenke und ihre Tücken
Das Weihnachtsessen ist verdaut, die obligatorischen Familienbesuche absolviert - nun geht es an das Studieren und Ausprobieren der Geschenke.
Auch diesmal dürfte sich unter den Weihnachtsbäumen viel Unterhaltungselektronik versammelt haben, allen voran Digitalkameras, DVD- und Festplatten-Recorder aber auch Handys, Flachbildschirme und Computer.
Wer beim Auspacken seines Handys oder seiner Digicam allerdings feststellen muss, dass das Gerät bereits unbenutzt funktionsuntüchtig ist, der muss wohl bis zum Montag warten, um dann das Gerät im Geschäft umtauschen zu können.
Damit befindet er sich laut einer Umfrage aber in gar nicht so seltener Gesellschaft. Im Durchschnitt sei jedes 30. elektrische Gerät fehlerhaft, ergab eine Befragung von 800 deutschen Fachhändlern vor Weihnachten - auch wenn diese Erkenntnis wohl nur ein schwacher Trost sein dürfte.
Laut Umfrage ist die Reklamationsrate bei Unterhaltungselektronik mit 3,4 Prozent besonders hoch, bei Digitalkameras und Computer liegt die Rate bei rund 2,3 Prozent.
Jedes 30. Gerät schon beim Kauf defektEs gibt kein gesetzlich geregeltes Recht auf den nachträglichen Umtausch eines gekauften Produktes. Die meisten Händler verhalten sich allerdings erfahrungsgemäß kulant.
Mehr dazu in help.ORF.atSicherheit für Windows-Rechner
Während nun die Eigner neuer Handys und anderer elektronischer Geräte beim Studieren der Gebrauchsanweisung verzweifeln, sollten die Besitzer neuer Computer diesen erst einmal genau unter die Lupe nehmen.
Viele Geräte werden mit Windows XP ausgeliefert, laut Hersteller Microsoft bereits mit dem Service Pack 2 [SP2], das zusätzliche Sicherheitsfunktionen und auch zahlreiche Patches mit sich bringt.
Nur mit dem Service Pack 1 und ohne die Viren-Patches von Microsoft bzw. Anti-Viren-Software überlebt ein XP-Rechner im Internet laut einer Studie des Unternehmens AvantGarde gerade noch vier Minuten. Danach ist er bereits von einem Virus befallen.
Daher sollte der Rechner noch vor dem Gang ins Internet entsprechend geschützt werden, am besten durch eine Firewall.
Dabei reicht die in Windows auch ab SP 1 integrierte allerdings nicht, daher sollte man sich zuerst gegen Würmer wie Blaster, Sasser und Co. wappnen.
MS-Sicherheitsupdate gegen BlasterDanach sollten auch die anderen von Microsoft angebotenen Updates eingespielt und die automatische Überprüfung auf aktuelle Downloads aktiviert werden.
Microsoft Update-SiteWer seinen Rechner ausreichend abgesichert hat und kein Linux sein eigen nennt, kann sich versuchsweise an einer der zahlreichen Distributionen versuchen, die sich direkt von CD starten lassen, ohne installiert werden zu müssen.
KnoppixUngewolltes versteigern
Wer allerdings unter dem Baum von besonders gut meinenden Menschen zwei oder mehr Laptops, DVD-Recorder oder sonstige gefunden hat - oder mit den erhaltenen Geschenken einfach nicht zufrieden ist - kann diese auch im online versteigern.
Laut dem Internetauktionshaus OneTwoSold wird diese Option auch gerne genutzt. Im Vorjahr wurden auf OneTwoSold allein zwischen Christtag und Silvester 12.500 Weihnachtsgeschenke um insgesamt 500.000 Euro verkauft.
Dabei sollte man allerdings beim Ersteigern wie beim Verkaufen auf die Versandkosten achten, die mitunter die Kosten einer Ersteigerung deutlich hinauftreiben können.
OneTwoSold
