Autos erhalten eigenes "Internet"
Die Vision von miteinander kommunizierenden Autos rückt immer näher zur Realität.
Die Autobauer BMW, Audi, Daimler Chrysler, Renault und Fiat haben einen Zuschuss der deutschen Bundesregierung gewonnen, um die Basis für einen entsprechenden Standard zu entwickeln.
Ziel ist es, eine Art "mobiles Internet" zu schaffen, über das sich die Autos gegeneinander vor Gefahren, Staus, schlechtem Wetter und etwaige Straßenprobleme warnen können.
Das Geld fließt dem Projekt Network on Wheels [NOW] der Universitäten Mannheim und Karslruhe zu, an dem auch das Fraunhofer Institut, Siemens und NEC beteiligt sind.
NOW will mithilfe von 802.11 und IPv6 eine Kommunikation zwischen den Automobilen aufbauen, die auf dem Prinzip von Ad-Hoc-Netzwerken basiert.
Ein erster Prototyp soll Mitte 2005 hergestellt werden, erste Tests sollen im ersten Quartal 2006 mit bereits ausgereifteren Modellen starten.
Autos sollen miteinander sprechen lernenStandard mit Möglichkeiten
Dabei geht es darum, dass sich bewegende Pkws, Motorräder oder Lkws automatisch zeitlich begrenzte Verbindungen zueinander aufbauen und Verkehrsinformationen austauschen können.
Die Arbeit von NOW wird in die Arbeit des Car2Car Communication Konsortiums der genannten Autobauer einfließen, die am Continuous Communications Air Interface for Long and Medium Range [CALM], also dem Netzwerk für die Kommunikation der Autos basteln.
Das Konsortium zielt auf einen Standard für CALM-Netzwerke ab, der den Hersteller genug Freiraum für Differenzierungen untereinander lassen soll, ohne die Kompatibilität zueinander zu gefährden.
