US-Gesetz gegen Spam zeigt Tücken
Ein US-Bundesrichter hat das Schuldeingeständnis jenes AOL-Mitarbeiters zurückgewiesen, der 92 Millionen E-Mail-Adressen an Spammer weitergeleitet haben soll.
Richter Alvin Hellerstein gab als Begründung an, er sei nicht überzeugt, dass der 24-Jährige eine Straftat nach dem neuen "Can-Spam"-Gesetz begangen habe, das dieses Jahr in den USA in Kraft getreten ist.
Der Staatsanwalt wollte das Schuldgeständnis erwartungsgemäß akzeptiert haben, doch laut Hellerstein ist nicht klar, dass der Beschuldigte mit seiner Tat jemanden hintergangen hat - eine Auflage des neuen Gesetzes.
Laut den US-Behörden hat mittlerweile ehemalige AOL-Mitarbeiter den Zugangscode eines Kollegen benutzt, um 2003 eine Liste von AOL-Kunden aus dem Headquarter in Dulles zu stehlen. Die Liste soll er für 100.000 Dollar an Spammer verkauft haben.
AOL-Mitarbeiter lieferte an Spammer
