20.12.2004

BETRUG

Phishing gefährdet Vertrauen ins Netz

Die tatsächliche Gefahr, die von so genannten "Phishing"-Angriffen ausgeht ist nicht die tatsächlich gestohlene Summe, sondern der Vertrauensverlust der Konsumenten in das Internet.

Das ergab eine Studie der Tower Group, welche die Auswirkungen von gefälschten E-Mails, die zur Herausgabe von Kreditkarten- oder Bankinformationen verleiten sollen, untersuchte.

So wollen die beiden Autoren der Studie herausgefunden haben, dass der tatsächliche Verlust durch Phishing 2004 "nur" etwa 137 Mio. US-Dollar betrug.

Drastische Zunahme der Angriffe

Die Analysten der Tower Group schätzten den durch Phishing-Attacken entstandenen immateriellen Schaden wesentlich höher als den tatsächlichen ein.

"Der Schaden entsteht durch den Vertrauensverlust der Konsumenten in das Internet und nicht zu vergessen, den Verlust des Vertrauens in die Banken selbst", führt Tower Group-Analyst George Tubin aus.

Das Unternehmen geht aber auch davon aus, dass die Angriffe immer mehr Schäden verursachen und ausgeklügelter werden.

Weiters soll die Anzahl der Angriffe von etwa 31.000 Angriffen heuer auf über 86.000 im kommenden Jahr steigen, da die Angreifer auch immer mehr kleinere Banken und Unternehmen ins Visier nehmen. Einige Unternehmen ziehen bereits die Notbremse und legen Online-Dienste einfach still.