75 US-Cent für jede .net-Domain
Die Internetverwaltung ICANN [Internet Corporation for Assigned Names and Numbers] plant anlässlich der Neuvergabe der .net-Domain eine jährliche Gebühr von 75 US-Cent einzuheben.
Das mag zwar im ersten Moment nicht nach viel Geld klingen, allerdings summierte sich der Betrag über alle .net-Domaininhaber auch auf jährlich vier Millionen Dollar.
Und sollte die Gebühr wie erwartet auf andere Domains wie .com oder .biz ausgeweitet werden, würde die ICANN insgesamt 34 Millionen USD erhalten - weit mehr als ihr aktuelles jährliches Budget.
Allerdings sollen nicht die ganzen vier Millionen der ICANN allein zur Verfügung stehen.
Ein Drittel soll Entwicklungsländern zugute kommen, das zweite Drittel soll für die Sicherung der Stabilität und Sicherheit des Namen-Systems des Internets [einer der Kernaufgaben der ICANN] dienen und der Rest soll der ICANN nichtzweckgebunden zur Verfügung stehen.
ICANN-Budget bleibt unter BeschussWeniger Kosten für Kunden
Da VeriSigns Vertrag für die Verwaltung der .net-Domain im Juni 2005 abläuft, wird die Domain bekanntlich neu vergeben. Dabei versucht die ICANN offenbar auch neue Gebühren durchzudrücken, die vor einigen Jahren bereits abgewiesen worden sind. Der Vertrag für die Verwaltung der .com-Domain mit VeriSign läuft im Dezember 2007 ab.
Wenn die Neuvergabe der .net-Domain abgeschlossen ist, dürfte der neue Verwalter pro Jahr einen Betrag von unter sechs Dollar verlangen. Auch mit den zusätzlichen 75 US-Cent, so die Rechnung der ICANN, würden die Kunden weniger zahlen als heute - und sich über die gefallenen Preise freuen.
