17.12.2004

HARTNÄCKIG

US-Musikindustrie lässt nicht locker

Die US-Musikindustrie hat schon wieder eine Klagewelle gegen 754 User erlassen, die im Verdacht stehen sollen, über Tauschbörsen widerrechtlich Songs zu tauschen.

Unter den Angeklagten finden sich auch 20 User, die für den Tausch Uni-Netzwerke benutzt haben sollen, unter anderem an der Universität von Pennsylvania, der Columbia-Universität in New York, der Old-Dominion-Universität und der State University von West Georgia.

Wie gewohnt, wurden die Klagen gegen Unbekannt eingereicht, da sie eigentlich zur Feststellung der genauen Identität dienen. Von den Usern ist nur die IP-Adresse bekannt, Name und Anschrift soll über die Klagen von den Internet-Service-Providern in Erfahrung gebracht werden.

Zahlreiche Fronten

Die US-Filmindustrie hat sich in der Zwischenzeit ebenfalls dazu entschlossen, Klagen gegen Tauschbörsen-User einzubringen.

Daneben ist auch die Filesharing-Software BitTorrent mittlerweile im Visier der MPAA, dem Verband der Filmindustrie [Motion Picture Association of America].

Und Sharman Networks, der Betreiber der Online-Tauschbörse KaZaA, muss sich seit kurzem in Australien vor Gericht für die Nutzung seiner Software für widerrechtlichen Tausch von Copyright-geschützten Files verantworten.

Zwar wurde ein ähnlicher Fall in den USA zugunsten der P2P-Börsen-Betreiber entschieden, sollte der aktuelle Fall aber gegen Sharman entscheiden werden, hätte das vermutlich auch Auswirkungen auf laufende Verfahren in den USA.