16.12.2004

2003/04

Gemischte Bilanz für Infineon Österreich

Der Münchner Halbleiterkonzern Infineon musste bei seiner Österreich-Tochter im Geschäftsjahr 2003/04 [per 31. September] ein Minus beim Ergebnis [EGT] von 16 Prozent auf 40 Mio. Euro verkraften.

Der Umsatz konnte um 30,8 Prozent auf 697,5 Mio. Euro zulegen, darin ist aber bereits das Zusatzgeschäft der Bereiche Power Manaqement und Supply mit eingerechnet. Bereinigt liege man aber ebenfalls im Plus, so Infineon Österreich-Chef Reinhard Ploss. Detaillierte Zahlen wollte er nicht nennen.

Infineon Österreich wird weiterhin Mitarbeiter in der Produktion abbauen, man versuche aber, diesen Rückgang durch verstärkte Forschungsaktivitäten für den weltweiten Konzern zu kompensieren. Netto sind 2003/04 nach Firmenangaben 81 Mitarbeiter dazu gekommen. Dabei wurden im Produktionsbereich 100 Mitarbeiter eingespart, 180 kamen im Bereich Forschung dazu.

Infineon Österreich mit seinen Sparten "Automotive & Industrial", "Power Logic" und "Support Development Center" will in Zukunft vor allem auf Verkehrssicherheit, Telematik und Energieeinsparungen setzen.

Im Autosektor sei man weltweit die Nummer zwei und in Europa die Nummer eins. Insgesamt sei der Weltmarkt für Auto-Halbleitertechnologie 13 Mrd. Dollar [9,71 Mrd. Euro] schwer. Ein weiterer Zukunftssektor seien Energieeinsparungen durch moderne Chips, so Finanzvorstand Peter J. Fischl.

Insgesamt wurden in der Österreich-Zentrale in Villach im Geschäftsjahr 2003/04 rund 14 Mrd. Halbleiter produziert.

Bis 2009 soll die Hälfte der Konzern-Mitarbeiter in Asien beschäftigt sein. In Deutschland und Österreich werde man sich dann auf die Kernkompetenzen konzentrieren - was aber nicht bedeute, dass hier Mitarbeiter reduziert werden, so Fischl.

Infineon legt weltweit zu

Der Infineon-Gesamtkonzern mit rund 35.500 Mitarbeitern konnte im Geschäftsjahr 2003/04 [30. September] den Umsatz um 17 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro steigern. Der Konzernüberschuss betrug 61 Mio. Euro nach einem Verlust von 435 Mio. Euro in der Vorperiode. Weltweit rangiert Infineon am Halbleiter-Markt auf Rang fünf, Marktführer ist Intel.