"Regulierung ist ein Desaster"

Österreich
27.02.2008

Auch Colt übt Kritik an Telekomregulierung

Nach mehreren Mitbewerbern kritisiert nun auch die heimische Tochter der britischen Colt Telecom die aktuelle Marktsituation in Österreich.

"Die Regulierung ist ein Desaster und geht auf ihr Ende zu. So schlimm wie jetzt war es in den vergangenen zehn Jahren nicht", sagte Alfred Pufitsch, Geschäftsführer von Colt Austria, Dienstagabend in Wien.

Die Öffnung des Marktes habe den Ex-Monopolisten Telekom Austria [TA] zwar Marktanteile gekostet. Durch das jetzige Motto "Alles retour" sei aber ein gegenläufiger Trend zu beobachten, so Pufitsch.

Wenig Verständnis für Deregulierung

Auch die von Telekomregulator Georg Serentschy angekündigte Deregulierung nach dem Vorbild von Großbritannien stößt bei Colt naturgemäß auf wenig Verständnis: "Die Situation dort ist mit Österreich überhaupt nicht vergleichbar", sagte Pufitsch.

"Die Telekom Austria plant bereits weitere Pakete, weil es praktisch keine Regulierung mehr gibt", spielte der Manager auf das umstrittene TA-Kombipaket an.

Der Breitbandmarkt in Österreich soll künftig nach regionalen Kriterien neu geregelt werden. Die Telekom Austria gilt zwar als marktbeherrschend, soll aber nach den Plänen der Telekomregulierungsbehörde [RTR] in Gebieten mit hoher Wettbewerbsintensität nicht mehr reguliert werden.

(futurezone | APA)