14.12.2004

PRODEQUAC

Prototyp für Quantenkryptographie fertig

In rund fünf Jahren könnten Geräte zur Quantenkryptographie nach Schätzungen von Experten auf dem Markt zu haben sein.

Erst im April wurde in Wien die erste Banküberweisung mittels Quantenkryptographie durchgeführt, nun melden Forscher der Austrian Research Centers [ARC] die Fertigstellung eines Prototyps.

Erklärtes Ziel der Forscher ist die Serienproduktion der Geräte, sowie die einfache Integration dieser in bestehende IT-Infrastrukturen von Unternehmen.

Verschränkte Photonen

Der Hauptvorteil der Quantenkryptographie ist, dass die Sicherheit nicht - wie bisher - durch möglichst schwer zu knackende mathematische Formeln, sondern durch Naturgesetze gewährleistet wird.

Die Quantenkryptographie setzt auf verschränkte Photonen [Lichtteilchen], die Schlüssel werden bei den beteiligten Partnern gleichzeitig in Echtzeit erzeugt. Durch die absolute Zufälligkeit als Grundmerkmal der Quantenphysik wiederholen sich die Schlüssel nie.

Hardware-Firewall

Der Prototyp der ARC umfasst die Elektronik rund um die Verschlüsselung, nicht die Photonenverschränkung selbst.

Sie wurde als Hardware-Firewall realisiert und besteht konkret aus zwei Einschubkarten für den Computer. Ein eigenes Betriebssystem sorgt für eine saubere Trennung.

Die Forscher sind überzeugt, dass die Quantenkryptographie für die Übertragung jeglicher Art sensiblen Informationen eingesetzt werden kann, von IP-Telefonie bis zu Videokonferenzen.