Organisierte Netz-Kriminalität nimmt zu
90 Prozent der schädlichen Internet-Programme wie Viren und Würmer gehen auf das Konto von organisierter Kriminalität, berichtet der Sicherheitsspezialist Kaspersky Lab in einem Rückblick zu den IT-Bedrohungen im Jahr 2004.
Hauptmotivation für die Cyberverbrecher sind dabei finanzielle Interessen.
So haben etwa Angreifer aus Brasilien rund 80 Millionen Dollar von Online-Banking-Nutzern erbeutet, indem sie deren Zugangsdaten mittels Trojaner beim Login ausspionierten.
Brasilien ist die weltweite Zentrale für Computerattacken und Online-Betrug. Allein im letzten Jahr sind 96.000 PC-Angriffe aus dem südamerikanischen Land gestartet worden, sechs Mal mehr als in jedem anderen Land.
Acht von zehn Crackern aus BrasilienMangelhafte Kontrolle
Aufgrund der mangelhaften Kontrolle und Sicherheit spezialisieren sich immer mehr Kriminelle auf das Internet, so Steve Martinez, stellvertretender Direktor vom FBI.
Das Problem werde schlimmer, da hinter immer mehr Angriffen Profis stehen, die mit der Zeit immer mehr Erfahrung erlangen.
Generell ist die Zahl der Cyber-Bedrohungen laut Kaspersky im abgelaufenen Jahr erneut gestiegen.
