04.12.2004

INSBOT

Kakerlaken-Roboter hilft bei Bekämpfung

Es verhält sich wie eine Kakerlake, es riecht wie eine Kakerlake, es wird von anderen Kakerlaken als Artgenosse akzeptiert - aber es ist ein Roboter namens InsBot.

Forscher aus Frankreich, Belgien und der Schweiz haben den Schaben-Bot entwickelt, um das Verhalten echter Kakerlaken zu beeinflussen. In Zukunft soll der Roboter die Ungeziefer aus den dunklen Nischen locken und sie an Plätze führen, wo sie problemlos beseitigt werden können.

Ähnliche Roboter könnten Schafe künftig davon abhalten von Klippen zu stürzen oder Hühner zu mehr Bewegung animieren.

Ins Helle locken

Für die Entwicklung haben die Forscher drei Jahre lang das Verhalten der Schädlinge studiert. Dabei kamen sie zu der Erkenntnis, dass es im Kakerlakenverband kein Leittier gibt. Stattdessen gibt es eine Art kollektive Intelligenz, die vom Zusammenspiel der Gruppe abhängt.

Begegnet der InsBot einer Schabe, verhält er sich so, wie es auch die echten Schaben tun: Beide verharren. Je mehr Artgenossen dazukommen, desto länger stehen sie still.

Dies eröffnet die Chance gegen das Ungeziefer vorzugehen, das normalerweise ja blitzschnell wieder im Dunklen verschwindet. Später soll InsBot die Schaben auch gezielt ins Helle führen können, da das Verlangen nach Gesellschaft offenbar höher ist, als das Bedürfnis nach Dunkelheit.