04.12.2004

AUFWIND

TA treibt Wiener Börse auf Rekordhoch

Der Aufsichtsrat der ÖIAG hat den am Donnerstag erfolgten milliardenschweren Verkauf von 85 Millionen Telekom Austria-Aktien aus ÖIAG-Besitz am Freitag nachträglich gebilligt.

Das 17-Prozent-Paket wurde zu einem Kurs von 13,05 Euro pro Aktie über die Börse verkauft.

"Wir sind mit diesem Preis zufrieden", sagte ÖIAG-Aufsichtsratschef Alfred Heinzel. Der Bruttoerlös beträgt etwa 1,11 Mrd. Euro. Mit dieser Tranche hat die ÖIAG ihre Nettoverschuldung auf nun 729 Mio. Euro gedrückt.

Der Blitzverkauf an institutionelle Investoren sei ein "Meilenstein der Kapitalmarktgeschichte Österreichs", sagte Wiener Börse-Vorstand Stefan Zapotocky.

"Privatisierung auf Erfolgskurs"

Die Gesamtkapitalisierung der Wiener Börse habe bereits jetzt die Grenze von 60 Mrd. Euro überschritten, nachdem sie noch vor drei Jahren bei rund 30 Mrd. Euro gelegen war, berichtete Zapotocky.

Auch Richard Schenz, der Kapitalmarktbeauftragte der Bundesregierung, meinte, der Verkauf der TA-Aktien stärke den Kapitalmarkt Österreich und sei ein Beweis einer richtigen Wirtschaftspolitik: "Der Privatisierungskurs der Regierung ist weiter auf Erfolgskurs."

Der von der ÖIAG fortgesetzte Weg der Privatisierung über die Börse habe sich, so Zapotocky weiter, auch bei der TA als erfolgreich erwiesen und trage zur weiteren Steigerung des Streubesitzanteiles am österreichischen Markt bei.