Weiter Zwist um Grundgebühr-Wiederverkauf
Im Streit um den Wiederverkauf der Telefon-Grundgebühr zwischen der Telekom Austria [TA] und alternativen Telekombetreibern hat der Telekom-Regulator den von der TA vorgeschlagenen Großhandelspreis als "nicht diskriminierend" und "unbedenklich" eingestuft.
Dies stößt auf heftige Kritik der alternativen Betreiber, die von einer "Fehlentscheidung" sprechen und eine "nachhaltige öffentliche Konsultation" zur Neu-Berechnung des Großhandelspreises fordern.
Mit dem Bescheid werde "erneut die Chance vertan, den Markt für Zugangsleistungen im Festnetz dem Wettbewerb zu öffnen und damit für den Endkunden attraktive Angebote zu ermöglichen", kritisierte der Präsident des Verbandes Alternativer Telekom-Netzbetreiber [VAT], Achim Kaspar.
Die TA hatte bereits im Dezember 2003 ihren Mitbewerbern ein Großhandelsangebot für den Wiederverkauf der Grundgebühr gelegt, dieses dann aber zurückgezogen. Da das von der TA vorgelegte Großhandelsangebot von den alternativen Anbietern jedoch abgelehnt wurde.
Kunden am "Gängelband der TA"Wirtschaftliche Diskriminierung
Der von der TA vorgeschlagene und von der Telekom Control Kommission [TKK] gutgeheißene Großhandelspreis liege nur um 0,62 Euro bzw. 4,65 Prozent unter dem günstigsten von der TA angebotenen Endkundentarif, argumentiert Kaspar.
Damit würden konkurrenzfähige Angebote der alternativen Betreiber von vornherein unterbunden.
Der Großhandelsabschlag sei damit "eindeutig zu gering", dies bedeute eine reale wirtschaftliche Diskriminierung der alternativen Anbieter auf dem österreichischen Markt.
