Navigationssysteme für Sehschwache
Japanische Forscher haben ein Navigationssystem für Sehbehinderte und Blinde entwickelt, das als eine Art "elektronisches Auge" Zebrastreifen und Ampelphasen erkennt.
Es besteht aus einer Mini-Kamera, die etwa an einem Brillengestell montiert werden kann, und einem kleinen Computer.
Die Software kann anhand der geschossenen Bilder Fußgängerüberwege aufgrund der geometrischen Form des Zebrastreifens erkennen.
Auch das Ampellicht wird zuverlässig erkannt. Ein Sprachausgabesystem schildert dem Nutzer schließlich den genauen Weg.
Entwickelt wurde das System von Tadayoshi Shioyama und Mohammad Uddin vom Institut für Technologie in Kyoto.
Details zum "elektronischen Auge"PAVIP weist Weg durch Öffis
Auch die Schweizer Firma Bones hat ein tragbares Navigationssystem für sehbehinderte und blinde Menschen entwickelt.
Der "Personal Assistant for Visually Impaired People" [PAVIP] soll die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für sehbehinderte Menschen vereinfachen.
Werden Haltestellen und Bahnsteige mit entsprechenden Gegenstücken ausgestattet, wird der Benutzer durch die akustische Navigationsfunktion metergenau zum Ziel geleitet.
An Bord des Verkehrsmittels verrät das Gerät dem sehschwachen Passagier die voraussichtliche Ankunftszeit und sagt die Haltestellen an.
Integrierter MP3-Player
Das Kredtikarten-große Empfängergerät verfügt über fünf Tasten
mit Reliefsymbolen. Neben einem Funkempfänger, einem Vibrationsmodul
und einem Kompass sind auch ein Sprachnotizgerät und ein MP3-Player
eingebaut.
PAVIP
