Passagier-Data-Mining mit Hindernissen
Dem neuen System zum Data-Mining von US-Flugpassagierdaten droht neues Ungemach in Form einer weiteren Verspätung.
Die ersten Testläufe, in denen eine Unzahl aus veraschiedenen Quellen stammender Datensätze zusammengeführt werden, hätte noch vor Weihnachten in Szene gehen sollen.
Dem "Secure Flight" genannten Nachfolger des nie gestarteten Datamining-System CAPPS II fehlt noch eine Prüfung durch den US-Rechnungshof GAO [Government Accountability Office]
Die Frist für die insgesamt 72 angeführten US-Fluglinien wäre am Dienstag, den 23. November abgelaufen.
Testlauf für das neue FlugdatensystemKonsumenten-Datenbanken
Anfang des Monats hatte die Behörde für Transport-Sicherheit US-Fluglinien aufgefordert, die Datensätze aller ihrer Passagiere zu Testzwecken übermitteln.
Die Anwälte der Bürgerrechtsbewegung "American Civil Liberties Union" [ACLU] haben nun eine Passage jenes Gesetzes aufgetrieben, das die rechtliche Grundlage für das Ministerium für Heimatschutz bildet.
Ohne vorherige Überprüfung durch den Rechnungshof sei es der zum Heimatschutzministerium gehörigen Behörde nicht gestattet, Datenbanken mit Konsumenten-Daten miteinander abzugleichen.
So stehe es "kristallklar" im Gesetz, sagte Barry Steinhardt von der ACLU, die das Vorhaben auf mehreren Ebenen bekämpft.
In der Frage der Einspeisung von Passagierdaten aus der EU an das US-System wird eine Entscheidung des EU-Gerichtshofs erwartet. Das beantragte "Eilverfahren" sollte frühestens Ende Jänner ein
Resultat zeitigen
