Die Fernsehzukunft im Internet
Am Sonntag im Ö1-Magazin "Matrix"
Am Sonntag hören Sie um 22.30 Uhr im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix" Beiträge zu folgenden Themen:
Internet-TV
Satellit, Kabel und Antenne sind längst nicht mehr die einzigen Verbreitungswege für Fernsehen. Auch via Internet-Datenleitungen lassen sich Musikvideos, Serien und Spielfilme verbreiten - mit einer Reihe von Vorteilen: Wenn die Leitungskapazität entsprechend hoch ist, kann der Zuschauer Inhalte on Demand abrufen - also Filme dann sehen, wann er das will. Rückkanäle wiederum können ohne großen Aufwand aus einer Werbung heraus zum Teleshopping genutzt werden, ohne dass der Zuseher erst zum Hörer greifen muss.
Bis 2011 sollen 103 Millionen Menschen auf IP-TV-Angebote zugreifen, prognostizieren Experten. Eine große Chance bietet das Internet-TV mit all seinen Spielarten [verschlüsselt oder offen, über garantierte Bandbreiten oder je nach verfügbaren Kapazitäten] auch lokalen Fernsehanbietern.
Richard Brem hat sich beim Londoner DIY-Broadcaster 18 Dougthy Street angesehen, wie man mit guten Ambitionen würdevoll scheitert, Janko Röttgers porträtiert Hulu, den amerikanischen Internet-Sender von Rupert Murdoch, der erst in einer Betaversion mit eingeschränktem Testerkreis läuft.
Warum Domainnamen unwichtiger werden
Das Internet hat gerade erst 15 Prozent seiner Strecke zum Erwachsenwerden hinter sich, meinte der IT-Stratege Michael Nelson bei der "Domain Pulse" in Wien.
Auch das Domain-Name-System, dessen weltweite Verwaltung die Non-Profit-Organisation ICANN übernommen hat, ist deshalb nur vorübergehend wichtig. Nelsons Begründung: Schon jetzt findet man viele Webinhalte ohne Adressen, etwa über Suchfunktionen und Bookmarks. Dazu entstehen neue Systeme wie DOI [Document Object Identifier], um Texte auch dann noch aufzuspüren, wenn sie von einem Server auf den anderen gewandert sind, oder etwa Verfahren, um mit den Infos auf RFID-Tags umzugehen.
Wenn das Internet der Dinge kommt, in dem wir die Heizung ebenso über das Netz steuern, wie wir unseren Hund via Wireless-GPS-Halsband im richtigen Nachbarsgarten finden, dann werden wir es bald mit Milliarden von Adressen zu tun haben, denen das derzeit dominierende Domain-Name-System nicht mehr angemessen ist.
(matrix)
