Infineon-Chef droht der Rauswurf
Verantwortlich für miserable Finanzlage
Bei Europas zweitgrößtem Chiphersteller Infineon steht Vorstandschef Wolfgang Ziebart einem Zeitungsbericht zufolge offenbar vor dem Aus.
Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" suchen Teile des Aufsichtsrats bereits einen Nachfolger. Erste Namen werden demnach schon gehandelt.
Der 58-jährige Ziebart ist wegen der Verluste von Infineon in die Kritik geraten. "Das Maß ist voll", zitierte die Zeitung ein Mitglied des Kontrollgremiums.
Infineon hatte Anleger mit der Ankündigung enttäuscht, dass die defizitäre Sparte für Telekommunikationschips entgegen früheren Ankündigungen auch im laufenden Geschäftsjahr rote Zahlen schreiben werde.
Qimonda-Debakel
Der Aufsichtsrat ist dem Bericht zufolge insbesondere mit den "desaströsen Zahlen" der Konzerntochter Qimonda unzufrieden. Infineon steht vor der schwierigen Aufgabe, die Konzernanteile von derzeit 77,5 Prozent an der defizitären Speicherchipsparte Qimonda abzustoßen. Der Konzern sucht seit Monaten nach Käufern.
Da auch in den übrigen Geschäftsfeldern die Erfolge bei der Sanierung ausblieben, beraten einflussreiche Aufsichträte laut "SZ" über einen Nachfolger für die Vorstandsspitze.
(AFP| Reuters)
