"Roboterwurm" mit variabler Erscheinung
Roboter zeichnen sich auf Grund ihrer Konstruktionsart üblicherweise nicht gerade durch besondere Gelenkigkeit aus.
Ein nun vorgestellter Roboter namens "ATRON", der ein wenig wie ein überdimensionierter Regenwurm aussieht, behebt diesen Mangel durch viele einzelne, unabhängig voneinander funktionierende Bauteile.
Diese können sich auf verschiedene Arten aneinander andocken, sodass der Roboter unzählige verschiedene Erscheinungsbilder annehmen kann.
Forschungsleiter Henrik Hautop Lund kann sich ATRON sowohl als Ersatz für die Marsrover vorstellen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit sieht er aber zu ebener Erde, vor allem in der Unterhaltungsbranche, ähnlich wie der Roboterhund Aibo.
Der Roboter besteht aus identischen, leicht abgeflachten ballförmigen Modulen mit jeweils elf Zentimeter Durchmesser. Jedes Modul ist in der Mitte geteilt und kann eine Hälfte über einen eingebauten Motor drehen. Durch Anschlusstücke an den Enden heften sich die Module aneinander.
Selbsthilfe für lernwillige RoboterInfos und Energie werden geteilt
Jedes Modul ist mit einer Recheneinheit ausgestattet und kommuniziert mit den anderen Teilen über Infrarot. Um eine Aufgabe bewältigen zu können, teilen die Module die gegebene Information und auch die dazu notwendigen Berechnungen.
Um auch allen Einheiten ausreichend Energie zur Verfügung stellen zu können, wird auch diese untereinander aufgeteilt. Jedes Modul kann Energie an ein anderes transferieren, sollte diesem mal die Kraft ausgehen.
Bis dato haben Wissenschaftler rund 20 Teile bei einer modularen Bauweise zur Kommunikation miteinander gebracht. Lund hat nach eigenen Angaben bereits 100 Module fertig gestellt.
