Chip-Joint-Venture von Toshiba und Sony

"Cell"
20.02.2008

Soll im April Arbeit aufnehmen

Toshiba und Sony haben am Mittwoch bekanntgegeben, sich über ein gemeinsames Joint Venture für Chips geeinigt zu haben. Eine entsprechende Ankündigung gab es schon im Oktober letzten Jahres.

Toshiba zahlt 90 Milliarden Yen [rund 566 Mio. Euro], unter anderem für Sonys Produktionsanlagen für den Cell-Chip, der in der PlayStation 3 verbaut wird. Dafür erhält Toshiba am Joint Venture 60 Prozent, der Rest teilt sich zu gleichen Teilen zwischen Sony und seiner Unterhaltungssparte auf.

Toshiba setzt auf Speicher

Die Anlagen gehen im April an das Gemeinschaftsunternehmen über. Toshiba will sich künftig vor allem Sensorchips für die Verwendung in Digitalkameras widmen, gab der Konzern bekannt.

Toshiba hatte am Dienstag amgekündigt, zusammen mit dem US-Partner SanDisk die Produktion von Flashspeichern, die vor allem in der Unterhaltungselektronik wie MP3-Playern sowie auf Speicherkarten und -sticks eingesetzt werden, zu vertiefen. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen zwei neue Flashspeicherwerke für insgesamt 16 Milliarden Dollar errichten.

Ebenfalls am Dienstag gab Toshiba bekannt, sich aus dem Rennen für den DVD-Nachfolger zu verabschieden und keine Geräte für das von Toshiba propagierte Format HD DVD herstellen zu wollen. Damit überlässt Toshiba Sonys Blu-ray-Format den Vortritt.

(futurezone | Reuters)