Verteiltes Rechnen für bessere Medizin
Nachdem sie bereits bei der Suche nach Außerirdischen [wenn auch bis dato erfolglos] eingesetzt wurde, sollen überschüssige Rechenkapazitäten nun auch bei Lösung medizinischer Probleme eingesetzt werden.
IBM und die WHO haben dazu in Zusammenarbeit mit weltweiten Forschungsstätten das "World Community Grid" [WCG] ins Leben gerufen.
Wie bei SETI@home verteilt auch hier eine Windows-Software, die auf den eigenen Rechner heruntergeladen wird, Aufgaben an jene PCs, die von ihrem Besitzer gerade nicht beansprucht werden und Rechenkapazitäten übrig haben.
Die Organisiatoren hoffen damit beispielsweise den genetischen Code hinter AIDS oder Alzheimer schneller zu entschlüsseln oder Naturkatastrophen besser vorhersagen zu können.
Laut IBM ist das Projekt darauf ausgelegt, bis zu zehn Millionen Teilnehmer zu organisieren. Bei Bedarf sollen auch mehr mitmachen können. Als erstes Projekt wird das Human Proteome Folding Projekt unterstützt, dass sich auf die Erforschung der menschlichen Proteinstruktur spezialisiert hat.
World Community GridEServer unter Linux
Die Menschen wollten einen Beitrag leisten, aber nicht jeder könne mit Geld helfen, so Linda Sanford von IBM. Das Projekt ermögliche dafür einen Weg, und jeder könne entscheiden, wie viel er beitragen möchte. Sanford ist auch Vorsitzende des 16köpfigen Gremiums, das die Projekte und deren Durchführung überwachen soll.
IBM hat nach eigenen Angaben die Hardware, Software, technisches Services und die eigene Erfahrung in den Aufbau des World Community Grids eingebracht und wird das Projekt, zusammen mit United Devices auch weiter technisch betreuen.
Angetrieben wird das WCG unter anderem von IBMs eServer p630 und x345 sowie Shark Enterprise Storage Server mit IBMs DB2 Software unter AIX und Linux.
