16.11.2004

VERISIGN SAGT

Organisierte Kriminalität im Netz nimmt zu

Die organisierte Kriminalität im Internet hat einem Bericht des Internetdienstleisters VeriSign zufolge in den vergangenen zwölf Monaten deutlich zugenommen.

Entsprechende Angriffe haben demnach im dritten Quartal 2004 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 150 Prozent zugelegt. Auch wenn im Verlauf dieses Jahres die Anzahl der sicherheitsrelevanten Vorfälle leicht rückläufig war, würden die Attacken inzwischen komplexer und wirkten sich potenziell stärker aus.

Das Hauptmotiv für entsprechende Angreifer sei es nicht mehr, an Bekanntheit zu gewinnen, sondern eindeutig finanzielle Vorteile zu ziehen, so VeriSign weiter. Der Report spricht von einer "neuen Generation fortgeschrittener Hacker", die Sicherheitslücken als Teil von umfassendem Daten- und Identitäts-Diebstahl ausnutzten. Konkrete Fallzahlen nannte VeriSign nicht.

USA vor Vietnam und Indonesien

Die USA liegen dem Report zufolge auf Rang eins der Länder mit dem größten Volumen an betrügerischen Transaktionen, gefolgt von Vietnam und Indonesien.

Der "Internet Security Intelligence Briefing" genannte Report basiert dem Unternehmen zufolge ausschließlich auf Daten und Resultaten von VeriSign. Die Daten werden den Angaben zufolge von Diensten erfasst, die täglich über 250 Millionen Sicherheitsvorfälle überwachen und beheben.