Keine Einigung bei Portierungsentgelt
Das Treffen der Mobilfunkbetreiber zum Thema mobile Rufnummernportabilität in der Telekom-Regulierungsbehörde RTR hat keine Einigung gebracht. Ein neuer Anlauf soll nun mit einem weiteren Treffen in den nächsten zehn Tagen genommen werden, war nach der Sitzung aus Betreiberkreisen zu erfahren.
Die Juristen und Regulierungsexperten der Handynetzbetreiber waren zusammengekommen, um über eine mögliche Absenkung der Abmeldegebühr für Wechsel-Kunden und über die Festlegung der Gebühr, die vom Betreiber, der einen wechselnden Kunden aufnimmt, an den abgebenden Betreiber bezahlt wird, zu diskutieren.
Mobilkom austria, T-Mobile und One verlangen derzeit von Handykunden eine Abmeldegebühr von 35 Euro, was auf herbe Kritik der kleineren Betreiber Hutchsion und tele.ring stößt.
Im Aufsichtsverfahren, das die Telekom-Control-Kommission [TKK] im Oktober gegen die drei großen Mobilfunkbetreiber wegen Verdachts auf Verletzung des Telekomgesetzes [TKG] gestartet hat, wird indes mit einer Entscheidung in den nächsten Tagen bzw. Wochen gerechnet. Die TKK ist der Meinung, dass die Abmeldegebühr nur zwölf statt 35 Euro betragen dürfe, da dieser Betrag laut TKG "nicht abschreckend" sein darf. Am 19. November endet im Aufsichtsverfahren die Frist für eine Stellungnahme der Betreiber.
Zugeständnisse der Betreiber
Zwar waren die großen Betreiber zuletzt zu Zugeständnissen und einer Absenkung der Abmeldegebühr auf etwa 24 Euro [inklusive Basis-Infoabfrage] bereit.
Bei der Portierungs-Gebühr, die zwischen den Betreibern verrechnet wird, herrscht allerdings kein Einsehen. Die großen Betreiber wollen Branchenkreisen zufolge einen hohen zweistelligen Eurobetrag verrechnen, die kleineren Betreiber weitaus weniger. Einig sind sich die Mobilfunker nur darin, dass dieser Betrag kostenorientiert berechnet werden müsse.
Ursprünglich hätten sich die Vorstandsvorsitzenden der Mobilfunkbetreiber treffen sollen. In der Branche war es - vor allem zwischen tele.ring und T-Mobile - aber kürzlich zu heftigen gegenseitigen Beschuldigungen in puncto Umsetzung der Rufnummernportabilität gekommen, worauf das Treffen mit den Vorstandsvorsitzenden geplatzt war.
