15.11.2004

VERSCHLANKUNG

Swisscom baut weiter Stellen ab

Der Aderlass bei der Swisscom geht nach dem für 2005 angekündigten Abbau von 390 Stellen weiter.

Auch in den Folgejahren müssen laut Konzernchef Jens Alder jeweils hunderte Stellen gestrichen werden. Denn bis 2007 sei kein Umsatzwachstum in Sicht.

Das Ausmaß des Stellenabbaus könne zwar von Jahr zu Jahr schwanken. Für das ehemalige Monopolunternehmen gebe es angesichts fallender Preise und fehlendem Wachstum aber nur eine Überlebensstrategie, nämlich die Kosten zu senken, sagte Alder der "Samstagsrundschau" des Schweizer Radios DRS.

Bereits 7.000 Stellen gestrichen

Die Swisscom habe zwar einen "ansprechenden Gewinn" und sei schuldenfrei. "Wir gewähren aber auch den vermutlich besten Sozialplan der Schweiz. Solche Leistungen muss man der Wall Street erst einmal erklären", sagte Alder.

In den vergangenen Jahren hat die Swisscom - die heuer die Telekom Austria (TA) übernehmen wollte, doch sind die Übernahmepläne geplatzt - im Zuge der Liberalisierung bereits rund 7.000 Stellen gestrichen.

"Wir dürfen praktisch von Staates wegen nicht wachsen und sollen Marktanteile verlieren", sagte Alder mit Blick auf die politischen Bemühungen zur Stärkung des Wettbewerbs, etwa mit der Öffnung der "Letzten Meile". Die Preise fielen hingegen weiter.